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Hochschulen. Klimagerecht. Jetzt.

Am letzten Wochenende sind wir für die Empowerment-Schulung im Rahmen des Projekts Zukunftsforum klimafreundliche Hochschulen mit über 30 Studierenden der neun, in ganz Deutschland verteilten, teilnehmenden Hochschulen im Naturfreundehaus in Hannover zusammengekommen. Das Wochenende markierte den studentischen Auftakt des Projekts und wurde von acht Teamer*innen begleitet. Inhaltlich stand neben dem Entwickeln von Strategien zur Förderung von Klimaschutz und -gerechtigkeit vor allem auch das Kennenlernen und hochschulübergreifender Austausch im Vordergrund.


Welche Rolle spielen Hochschulen in der gesamtgesellschaftlichen Transformation? Wie geht Klimaschutz an Hochschulen? Und was hat (strukturelle) Diskriminierung damit zu tun? Diese Fragen und viele mehr stellten wir uns am letzten Wochenende und formulierten gemeinsam erste Antworten darauf. Interaktive, theoretische inputs, beispielsweise zum Thema Treibhausgas (THG) Bilanzierung und Big Points der THG-Einsparung, wurden in praktischen Gruppenarbeitsphasen auf die eigene Hochschule angewandt und vertieft. Dazu haben wir uns zu Beginn mit Grundbegriffen und -konzepten des nachhaltigen Hochschulwandels sowie unseren eigenen Stärken und Potenzialen beschäftigt. Nach einer Visionsreise und Vorstellung von Best Practices sozial-ökologischer Unternehmungen an deutschen Hochschulen entstanden bereits einige Ideen und Wünsche, was sich in den kommenden Jahren jeweils an den Hochschulen verändern soll. Im nächsten Schritt formulierten wir dazu bereits erste Maßnahmen, die diese Ideen und Wünsche wahr werden lassen sollen.


Doch was tun, wenn die Hochschulleitung oder andere Statusgruppen sich nicht von den eigenen Ideen überzeugen lassen? Um geeignete Antworten darauf zu finden, haben wir mithilfe eines praxisnahen Rollenspiels die Perspektive anderer Statusgruppen eingenommen. Dies ermöglichte uns, die Abhängigkeiten und Logiken des Hochschulsystems zu verstehen und überzeugende Argumente zu entwickeln. Das ganze Wochenende über wurden wir mit ausgesprochen leckerem bio veganem Essen versorgt, welches uns die nötige Energie für die intensiven Arbeitsphasen gab. Vielen Dank liebes Natufreundehaus für diese kraftspendende Versorgung und wunderschönen Räumlichkeiten, die uns ermöglichten, eine produktive Wohlfühl-Atmosphäre herzustellen.

Besonders freut es uns, dass wir die Schulung zweisprachig anbieten und so auch internationale Studierende teilnehmen konnten. Danke nochmal an dieser Stelle an unsere Dolmetscherin Lisa, die das Wochenende über diese wichtige Übersetzungsarbeit geleistet hat!

Mit einem großen Zuwachs an neuem Wissen und Skills machten wir uns am Sonntag wieder auf die Heimreise. Wir freuen uns schon sehr auf die weiteren Empowerment-Tage und statusgruppenübergreifenden Formate, welche in naher Zukunft an den Hochschulen stattfinden werden. Das Wochenende hat gezeigt, wie viel Motivation und Handlungswille in den Studierenden steckt – wir sind gespannt, wie sich diese entfalten und was sich an und durch die Hochschulen verändern wird!

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert und findet im Verbund mit der HNE Eberswalde und der Uni Vechta statt.