Was passierte nach der perspektive n vom 14. Dezember 2017 an der HU Berlin?

Positive Entwicklung an der Humboldt-Universität zu Berlin nach der perspektive n

 

Mitte Dezember 2017 machte die Veranstaltungsreihe perspektive n Station an der Humboldt-Universität zu Berlin. Bereits seit fünf Jahren setzt sich die studentische Initiative Nachhaltigkeitsbüro für eine stärkere Verankerung von Nachhaltigkeitsaspekten in die Universitätsstrukturen ein. Neben einer Vielzahl an ehrenamtlich durchgeführten Projekten, wie einer regelmäßigen und interdisziplinär gestalteten Ringvorlesung, die den Auftakt für ein Studium Oecologicum darstellt, war unserer Initiative auch stets die Erarbeitung einer gesamtuniversitären Nachhaltigkeitsstrategie unter Beteiligung aller Statusgruppen sehr wichtig. Bereits nach einer Podiumsdiskussion im Januar 2015 konnten wir einen entsprechenden Prozess gemeinsam mit der Universitätsleitung ins Leben rufen. Seit Januar 2016 existiert das Forum Nachhaltige Universität, welches das Präsidium in Nachhaltigkeitsfragen berät und Konzepte erarbeitet.

Leider verlangsamte sich zuletzt dieser Prozess, da es zu einem Wechsel an der Spitze des Präsidiums kam. Aus diesem Grund sahen wir die perspektive n als gute Möglichkeit, neue Dynamik in diesen Prozess zu bringen und die neue Präsidentin Prof. Dr. Sabine Kunst von unserem Anliegen zu überzeugen. Um eine Gesprächsgrundlage zu schaffen, haben wir uns in den Monaten zuvor intensiv mit der Überarbeitung unseres Konzeptpapiers beschäftigt, um klare Visionen und Ziele formulieren zu können.

Zwar verlief die Diskussion und der damit zusammenhängende Austausch mit Präsidentin Kunst für uns weniger inspirierend als erhofft, doch zeigten sich an diesem Abend auch positive Signale, dass der Gesprächsfaden zukünftig wieder aufgenommen wird.

Doch wie entwickelte sich der Prozess seit dieser Diskussionsveranstaltung?

Sehr positiv! Bereits im Januar gab es eine Reetablierung des Forums Nachhaltige Universität unter Teilnahme unserer Universitätspräsidentin. Als besonders positiv ist hervorzuheben, dass das Präsidium nun die Etablierung eines Studium Oecologicums unterstützt. Ab Oktober wird es also an der HU Berlin ein Modul zum Thema Nachhaltigkeit geben, an dem Studierende aller Fachrichtungen teilnehmen sowie ein Zertifikat erwerben können. Bereits ab Anfang Juni wird dazu eine studentische Hilfskraftstelle in unserer Initiative geschaffen, um den Aufbau des Moduls zu begleiten. Parallel dazu läuft auch dieses Semester wieder unsere Ringvorlesung unter dem Titel „Too Fast & Too Furious“ – und das mit aktuell ca. 70 Teilnehmer_innen sehr erfolgreich!

Aber auch in anderen Bereichen zeichnen sich Erfolge ab. Für das Forum Nachhaltige Universität und unsere Initiative stehen nun insbesondere betriebliche Aspekte im Fokus. Wie lässt sich erfolgreich Strom sparen? Wie können Nachhaltigkeitsaspekte beim Bau neuer Gebäude in den Planungsprozess integriert werden? Diesen und weiteren Fragen möchten wir uns in den kommenden Monaten verstärkt widmen, gerade auch in Zusammenarbeit mit der Technischen Abteilung unserer Universität.

Bedingt durch diese Erfolge steigerte sich auch die Aufmerksamkeit auf unsere Initiative. Aktuell wird verstärkt über unsere Aktivitäten berichtet. Die Humboldt-Zeitung wählte für ihre letzte Ausgabe gar das Schwerpunktthema Nachhaltigkeit. Aus diesem Grund kommen auch stetig weitere Akteure auf uns zu, was zugleich auch eine große Herausforderung für uns darstellt, da wir nach wie vor hauptsächlich ehrenamtlich arbeiten. Da aber zugleich auch unser Team beständig wächst und nach einem Wandercoaching Ende Januar gut organisiert ist, sind wir aktuell sehr optimistisch, dass sich die Nachhaltigkeitstransformation unserer Universität weiter positiv entwickelt!

Gastbeitrag von Josef Kaiser, Mitbegründer der studentischen Initiative Nachhaltigkeitsbüro an der HU Berlin und Vorstand im netzwerk n

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