Fachbeirat für HOCH-N-Projekt trifft sich erstmalig

Elf Vorreiter-Hochschulen fangen schon mal an

Am 4. April hat sich erstmalig der Fachbeirat zu HOCH-N an der Universität Hamburg getroffen. Der Untertitel des Projekts gibt die Stoßrichtung diesen großen, BMBF-geförderten Vorhabens vor: „Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen – berichten“. Um dies auch zu Erreichen und die eigenen Aktivitäten bestmöglich mit bereits aktiven Akteuren und bestehenden Aktivitäten zu verzahnen, wurde ein Fachbeirat ins Leben gerufen. Für unser Netzwerk sind Jana Holz und Johannes Geibel mit dabei.

Im Projekt HOCH-N arbeiten seit November 2016 elf Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften aus ganz Deutschland rund ums Thema „Nachhaltige Hochschulen“. Diese substantielle Förderung macht unser aller Thema noch stärker sichtbar und gibt uns auch für unsere eigene Arbeit Rückenwind. Gerade auch für die studentischen Aktivitäten kann dieses Projekt enormen Schwung bringen: durch die Erforschung und Erstellung von Leitfäden in Betrieb, Lehre, Forschung und Governance entsteht hoffentlich wertvolles Wissen, welches wir für unsere transformativen Aktivitäten an den Hochschulen bestens gebrauchen können. Und es ist auch der ganzheitliche, alle Handlungsfelder umfassende Ansatz, der hier sehr zu loben ist.

Doch muss an dieser Stelle auch etwas Wasser in den Nachhaltigkeitswein gegossen werden. So gibt es die eine oder andere Stelle an der es sich lohnt, das Projekt weiter zu schärfen: Erstens ist hier die Gruppe der Studierende und Nachwuchswissenschaftler_innen zu nennen, die irgendwie vergessen wurde – beide Gruppen sind in der aktuellen Projektkonzeption wenig beteiligt. Für eine nachhaltige Transformation der Hochschulen braucht es jedoch eine enge Zusammenarbeit mit den Studierenden als größte Statusgruppe und ihren Initiativen als Treiber von Wandel. Oder wie es Fachbeiratsmitglieder Dr. Christine Bratrich von der ETH Zürich so schön formulierte: es sind vor allem Studierende, die „Innovationen fördern und die entscheidenden Ideengeber sind“.

Zweitens ist da die Frage nach dem Arbeitsschwerpunkt zwischen Forschung und Aktion. In der aktuellen Ausrichtung zeigt HOCH-N einen sehr starken Fokus auf der Erforschung der Handlungsfelder. Das ist gut und notwendig, aber nicht ausreichend. Gerade die elf beteiligten Hochschulen sollten auch schon in der zweijährigen Projektlaufzeit vorangehen und zusätzlich zu den bereits stattfindenden Aktivitäten Veränderungen anstoßen – denn gerade diese Vorreiter-Hochschulen müssen verstärkt Beispiele des Gelingens liefern, damit weitere Hochschulen auf den Nachhaltigkeitszug mit aufspringen.

Auch gilt: Ihr alle könnt Euch vielfältig in den einzelnen Arbeitspaketen einbringen – gerade was die Forschung für die Bereiche „Lehre“ und „Governance“ anbelangt, ist die Bedeutung und Wirkmächtigkeit des studentischen Engagements bekannt und wird zukünftig im Projekt stärker berücksichtigt werden. Die Praxis-Forschungssessions (ProFa-Sessions) dazu können wir Euch sehr empfehlen. Schaut gerne auf einem solchen Treffen vorbei, bringt Euch ein und stärkt die Vielfalt der Diskussion und der Ergebnisse (Reisekosten werden gezahlt). Alle Termine in der Übersicht gibt’s hier.

Alle weiteren Informationen zu HOCH-N findet Ihr hier.
Detaillierte Informationen zur Struktur, den einzelnen Arbeitspaketen und beteiligten Hochschulen sowie den Ansprechpartner_innen vor Ort findet Ihr hier.

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