netzwerk n lädt am 28.10.2017 zur 2. Konzeptwerkstatt des Jahres ein

Wie gelingt die Moderation und Gestaltung von Veranstaltungen jeglicher Couleur?

Öffentliche Veranstaltungen sind ein unverzichtbares Mittel, um das Thema der nachhaltigen Hochschulentwicklung einem breiteren Publikum näherzubringen, um Mitstreiter_innen ausfindig zu machen und für ein gemeinsames Engagement zu begeistern sowie um in einem öffentlichen Setting Debattenräume zu eröffnen, die eine andere Impulswirkung als interne Sitzungen eines sich gut vertrauten Personenkreises entfalten können – so denn es die Moderation versteht und die genutzten Methoden geeignet sind, eine den Zielen der Veranstaltung entsprechende Gruppen-Dynamik zu erzeugen. Während konventionelle Veranstaltungsformate häufig an einer Trennung zwischen Publikum (=passiv Zuhörenden) und Expert_innen (=aktiv Teilhabenden) verharren, sind wir als netzwerk n davon überzeugt, dass in der Aktivierung und Teilhabe aller Anwesenden die Stärke von öffentlichen Formaten mit größerer Teilnehmerzahl wie Konferenzen, Diskussionen, Foren etc. liegt.

Genau an diesem Punkt setzte am 28. Oktober 2017 die 2. Konzeptwerkstatt des netzwerk n in diesem Jahr an. Im Fokus standen dabei folgende Fragen, die sowohl auf Techniken der Gestaltung der Moderations-Rolle als auch auf die Gestaltung und Rahmung des Formats selbst zielten: Wie können wir als Organisator_innen und Moderator_innen interaktive Formate für den öffentlichen Austausch und die Wissensvermittlung lebendig und für alle Beteiligten interessant gestalten, sodass dabei Nähe, Verbindung, echte Involviertheit und neue Gedanken zur Lösung von Herausforderungen entstehen? Wie können wir uns selber dabei wohl und authentisch fühlen?

In Berlin-Mitte stellte uns das Nachhaltigkeitsbüro der Humboldt-Universität zu Berlin einen angenehmen Raum zur Verfügung, in dem ein kleiner Kreis von acht Personen unter der Leitung von Henrike Lindemann (Impuls – Agentur für angewandte Utopien e.V.) die verschiedenen Komponenten und Variationsmöglichkeiten einer Veranstaltung sowie Moderationstechniken kennenlernte, sammelte und diskutierte und reichlich Gelegenheit hatte, anhand von Praxisbeispielen und Übungen diese Ansätze intensiv zu erproben und zu reflektieren.

Insgesamt zeigte sich, dass wir alle mit ähnlichen inneren Hürden konfrontiert sind, die uns vor der Übernahme der exponierten Moderations-Rolle zögern lassen. Das gelernte Handwerkszeug, die Möglichkeiten der interaktiven Formatgestaltung und die Reflexion unserer Wahrnehmungen und Verhaltensweisen ermöglichten den Teilnehmer_innen, authentischer und mutiger diese Rolle anzunehmen und sich in kommenden Veranstaltungen auszuprobieren – vielleicht bereits auf der konferenz n im Dezember 2017 in Berlin oder bei einer der nächsten Veranstaltungen unserer neuen Reihe, der perspektive n.

Das Fotoprotokoll der Veranstaltung befindet sich auf der plattform n.

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