Zweiter Nachhaltigkeitstag an der Universität Tübingen

Austauschen – Vernetzen – Umsetzen. Strukturen schaffen!

Am 26. April 2017 fand die zweite Veranstaltung [Nachhaltig @ Uni Tübingen]2 statt. In der schönen, historischen Atmosphäre der Alten Aula kamen knapp 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen, um über den Stand der nachhaltigen Entwicklung an der Universität Tübingen zu sprechen sowie neue Projektideen zu spinnen und voranzubringen. Auch ging es darum zu klären, wie es weitergehen soll mit dem Kompetenzzentrum für Nachhaltige Entwicklung. Denn dieses hat über die letzten Jahre viel bewegt und wurde dazu auch durch den Rat für Nachhaltige Entwicklung und die UNESCO-Kommission ausgezeichnet.

Zu Beginn stellten sich die Projektinitiativen vor, die sich bei der ersten Veranstaltung „Nachhaltig @ Uni Tübingen“ am 15. Februar 2017 gebildet hatten. Sie bearbeiten Themen wie Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Lehramtsstudiengängen, die Kommunikation von NE und das Engagement von Promovierenden. Die Initiativen berichteten von ihrer Arbeit und den Fortschritten seit der Veranstaltung im Februar.

Im Anschluss folgte eine Podiumsdiskussion zu „Chancen und Herausforderungen der Nachhaltigen Entwicklung der Universität Tübingen“. Es diskutierten der Kanzler Dr. Andreas Rothfuß, Prof. Dr. Thomas Potthast vom Kompetenzzentrum für Nachhaltige Entwicklung und Johannes Geibel vom netzwerk n. Letzterer hat in Tübingen studiert und dort die Studierendeninitiative Greening the University Tübingen mit aufgebaut. Während der Nachhaltigkeitsimpuls damals vor allem von einer Handvoll Studierender ausging, steht der Nachhaltigkeitsprozess heute auf einem breiten Fundament und wird von Menschen aus allen universitären Statusgruppen getragen. Die Podiumsdiskussion hat verdeutlicht, dass das Engagement und die Ideen Einzelner ebenso notwendig sind wie unterstützende, auf Dauer angelegte Strukturen an der Universität, um nachhaltige Entwicklung langfristig zu fördern und zu verankern.

Nach einer Kaffeepause voller informeller Gespräche entwickelten die Teilnehmenden in einer Zukunftswerkstatt Visionen für eine nachhaltige Universität. Wie würde die Universität Tübingen aussehen, wenn Nachhaltige Entwicklung in Lehre, Forschung und Betrieb umfassend verankert wäre? Zentrale Begriffe und Ideen aus der Visionsphase wurden auf kreative Weise im Plenum präsentiert. Im letzten Veranstaltungsteil fand ein kurzer Open-Space statt: die Teilnehmenden hatten Zeit, um ihre Nachhaltigkeitsinitiativen weiterzuentwickeln und neue Projektideen zu diskutieren.

Zeit für ein Fazit: die Nachhaltigkeit-Gemeinschaft an der Universität Tübingen generiert sich aus allen Statusgruppen, bringt dadurch sehr vielfältige Perspektiven ein und ist überaus lebendig. Damit aus kreativen und tollen Ideen aber auch Projekte in Umsetzung mit „tangible outputs“ werden, braucht es unterstützenden Strukturen wie beispielsweise das Kompetenzzentrum. Auch hat die Universität Tübingen schon wichtige Schritte auf dem Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit erreicht (Umweltmanagementsystem nach EMAS, Studium Oecologicum und vieles weitere). Sprich: hier ging bisher viel und es kann noch viel mehr passieren. Was es nun umso stärker braucht ist das Commitment der Universitätsleitung und die Bereitstellung von Ressource. Also, liebe Universität, attempto!

Eine Antwort hinterlassen