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Bericht zum Treffen studentischer Nachhaltigkeitsinitaitiven in Frankreich

Oh là là Paris!

Am 13. & 14. Mai 2017 fand in Paris das Rencontres Nationales Etudiantes pour le Développement Durable (RENEDD) statt. Dabei handelt es sich um ein Treffen von Studierenden und Menschen aus dem Hochschulkontext die sich mit Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Es ähnelt also der konferenz n und hat ein ganz ähnliches Ziel: nämlich Menschen und Initiativen zusammenzubringen, die sich mit Nachhaltigkeit im Hochschulkontext auseinandersetzen und deren Austausch und die Vernetzung untereinander zu fördern. Organisiert wird die Veranstaltung jährlich von der Réseau Français des Etudiants pour le Développement Durable (REFEDD). Das ist quasi das französische Pendant zum netzwerk n und hat auf der Konferenz sein 10-jähriges Jubiläum gefeiert.

Die Veranstaltung war gegliedert in Vorträge, „runde Tische“ und Workshops zu verschiedenen Themen wie etwa zero-waste oder fossil-free auf dem Campus, Mobilität und Biodiversität. Außerdem gab es ein Forum mit etwa 35 Ausstellern, darunter studentische Initiativen, NGOs oder Startups die sich irgendwie mit Nachhaltigkeit beschäftigen. Über die zwei Tage hinweg waren etwa 450 Teilnehmende auf dem Treffen, so dass es bei den verschiedenen Veranstaltungen oder der Schnippeldisko am Samstagabend immer etwas los war.

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Ich war als Speaker für den runden Tisch zum Thema Nachhaltige Entwicklung international für das netzwerk n eingeladen. Außer mir war Pauline Pingusson von Campus Responsables (einem Netzwerk von Hochschulen die sich einer Nachhaltigen Entwicklung verpflichtet haben) und Diana Suarez Lopez von der Universidad Nacional de Colombia (per Skype) als Podiumsgäste, sowie 30-40 Zuhörende anwesend. In einem fast zweistündigen Gespräch haben wir anhand einiger Leitfragen über nachhaltige Entwicklung an Hochschulen auf der ganzen Welt gesprochen, wobei auch viele Rückfragen aus dem Publikum besprochen wurden. Pauline hat eine gute Übersicht über Initiativen in verschiedenen Ländern innerhalb und außerhalb Europas und es ist erfreulich, dass in weiten Teilen der Welt eine Auseinandersetzung mit dem Thema stattfindet und studentische Organisationen teilweise einen großen Anteil daran haben. Eine der Schwierigkeiten dabei ist, dass es häufig eine steile Hierarchie zwischen Studierenden und Lehrenden oder der Verwaltung von Hochschulen gibt, die überwunden werden muss. Daher sind Organisationen wie das netzwerk n und REFEDD enorm wichtig, um die studentischen Initiativen bei ihrer bottom-up-Arbeit zu unterstützen und verschiedene Stakeholder an Hochschulen näher zusammen zu bringen, sowie für politische Arbeit. Eine wiederkehrende Frage war, wie man am besten seine Arbeit als studentische Initiative angeht. Wir waren uns darin einig, dass es wichtig ist sich Gleichgesinnte zu suchen, sich auszutauschen und sich zu organisieren und letztendlich das Selbstvertrauen zu haben einfach loszulegen um etwas zu bewegen und dabei auch Spaß zu haben.

Das hatte ich auf jeden Fall bei meinem Wochenende in Paris, dank der vielen motivierten jungen Leute und der fröhlichen Atmosphäre auf der Veranstaltung.

Ein Gastbeitrag von Simon Kaufhold

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