Was passierte nach der perspektive n vom 21. Mai 2019 an der Universität Leipzig?

Eine Website, ein engagierter Runder Tisch, Indikatoren für die Nachhaltigkeitsberichterstattung und starkes studentisches Engagement …

Vor genau einem Jahr hatten wir im Mai 2019 die Möglichkeit, in großer Runde die Zukunftsfähigkeit unserer Uni zu diskutieren. Mit rund 75 Menschen war die Diskussionsveranstaltung „perspektive n: Uni Leipzig – zukunftsfähig?!“ gut besucht und ein Auftakt für weitere Nachhaltigkeitsbestrebungen in verschiedensten Bereichen. Momentan hat sich dieser Fokus aufgrund der aktuellen Lage, die auch unsere Universität in ihrer Funktionsweise stark beeinträchtigt, etwas verschoben. Ein Grund für uns Revue passieren zu lassen, was wir seitdem bereits erreicht haben, und neue Formate der Zusammenarbeit zu finden.

Ein guter Anfang dafür ist sicherlich unsere im Anschluss an die perspektive n entstandene Website „Nachhaltigkeit und Umweltschutz“, die Interessierte auf Veranstaltungen, Ansprechpartner*innen und Möglichkeiten des Engagements an der Uni Leipzig hinweist. So konnten wir der allgemeinen Forderung nach mehr Transparenz und Vernetzung nachkommen. Hierzu trägt auch der durch die perspektive n angestoßene Runde Tisch bei, der schon dreimal stattfand und von Vetreter*innen aus Lehre, Verwaltung, Studierendenschaft und dem Rektorat rege besucht wird. Diese Plattform hat es sich zum Ziel gemacht, die nachhaltige Entwicklung der Universität voranzutreiben. In einem ersten Projekt wurden Indikatoren für eine Nachhaltigkeitsberichterstattung erarbeitet. Leider fehlen bisher noch die personellen Kapazitäten, diese auch umzusetzen, aber wir bleiben dran!

In Folge dessen ergaben sich erste Kontakte mit dem SIB (Sächsisches Immobilien- und Baumanagement), um einen besseren Überblick über die Energiedaten zu erhalten.

Auch aus studentischer Hinsicht wurde eine Vernetzung der Nachhaltigkeitsinitiativen angestoßen. In regelmäßigen Plena erörtern Vertreter*innen der einzelnen Initiativen gemeinsame Handlungsmöglichkeiten, um den Wandel von unten anzustoßen. Tolle Beispiele dafür waren die von Students for Future organisierte und von einer breiten Masse an Studierenden mitgetragene Vollversammlung im Mai 2019 und die Klimastreikwoche im November 2019.

Auch in der Lehre hat sich das ein oder andere getan. So sollte dieses Sommersemester im Rahmen des Studium universale eine wöchentliche für alle offene (aber leider nicht für alle anrechenbare) Ringvorlesung zum Thema Klima stattfinden. Diese musste leider auf das Wintersemester verschoben werden. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

So freuen wir uns auf einen – hoffentlich bald wieder persönlich stattfindenden – Austausch am Runden Tisch, um nachhaltige Transformation wieder auf den Tagesordnungspunkt 1 zu setzen. Denn hierfür benötigt es noch viele weitere Schritte. Wir stehen in den Startlöchern, ein Nachhaltigkeitsprogramm mit festgelegten Zielen und dafür notwendigen Maßnahmen zu erarbeiten. Ein erstes Ziel wäre, aus der derzeitigen Situation zu lernen und die Digitalisierung zum Anlass zu nehmen, den Papierverbrauch drastisch zu reduzieren!

Ihr seht, die perspektive n hat bei uns Einiges ins Rollen gebracht. Doch es gilt noch viel mehr Steine anzustupsen!

Gastbeitrag von Lilli und Kira der AG Nachhaltige Uni Leipzig