Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit

Forschende und das Rektorat der WU

Das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) steht für die Verankerung des Nachhaltigkeitsleitbildes an der WU in Lehre, Forschung, Wissensaustausch und Hochschulmanagement. Das Kompetenzzentrum versteht sich sowohl als Netzwerkstelle als auch als Serviceeinrichtung für Mitarbeitende und Studierende der Universität.

Nachhaltige Entwicklung ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit – gerade für Universitäten, denen hier eine wichtige Pionierfunktion zukommt. Die WU, Europas größte wirtschaftswissenschaftliche Hochschule, nimmt diese Herausforderung an. Deshalb gibt es an der WU seit fünf Jahren das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit. Die WU bekennt sich zum Prinzip der Nachhaltigkeit und will es mit Leben füllen. In Lehre, Forschung, Wissensaustausch und Hochschulmanagement ist die WU dem Prinzip der Nachhaltigkeit verpflichtet und wird damit ihrer gesellschaftlichen Verantwortung als Universität gerecht.

An der WU dienen Kompetenzzentren der Profilbildung zu einem bestimmten Thema durch Koordination. Das Thema Nachhaltigkeit wird dabei als eines erachtet, das in allen Bereichen einer Universität von Bedeutung ist, sei es in der Lehre und Forschung, im Bereich Hochschulmanagement oder im Wissensaustausch mit der Gesellschaft. Ziel des Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit ist es, sich in all diesen Bereichen einzubringen und das „Nachhaltigkeitsprofil“ der WU zu stärken – nach innen, aber auch nach außen. Dies geschieht durch die Beteiligung beziehungsweise Unterstützung bei der Konzeption und Durchführung von Maßnahmen in allen vier Feldern.

In seiner Arbeit setzt das Zentrum auf Transparenz und Partizipation und versteht sich als Netzwerkstelle und Serviceeinrichtung für Mitarbeitende und Studierende der WU.

Folgende Ziele hat sich die WU in den vier Feldern gesetzt:

Lehre: Eine Universität wirkt ganz wesentlich durch das, was an ihr gelehrt wird. Wer an der WU studiert, soll um den gesellschaftlichen und ökologischen Kontext wirtschaftlichen Handelns wissen. Die langfristige Veränderung der Lehre ist ein besonderes Anliegen, denn hier liegt – neben der Forschung – das „Kerngeschäft“ jeder Universität.

Forschung: Die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung sind ein zentraler Beitrag einer Universität zur gesellschaftlichen Entwicklung. Viele Forscher_innen an der WU beschäftigen sich mit Nachhaltigkeitsthemen. Die WU als forschungsstarke Universität will im Hinblick auf Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeit in der Forschung deutliche Zeichen setzen.

Wissensaustausch: Jede Universität steht im Austausch mit der Gesellschaft. Die WU stellt konkrete Problemlösungen für nachhaltiges Wirtschaften bereit und leistet wichtige Beiträge zur Weiterbildung.

Hochschulmanagement: Das Management einer Universität ist ein zentraler Faktor für ihre Wirkung als Organisation. Nachhaltigkeit an der WU betrifft auch Themen wie Betriebsökologie, Arbeitsplatzqualität und gesellschaftliche Verantwortung.

Um eine strukturelle Verankerung des Themas Nachhaltigkeit zu sichern, wurde das Kompetenzzentrum mit zwei Vollzeitstellen ausgestattet.

Folgende Aktivitäten führt das Kompetenzzentrum unter anderem in den vier genannten Handlungsfeldern durch:

Lehre: Es erarbeitet in jedem Semester eine Liste mit denjenigen Lehrveranstaltungen an der WU, die einen Nachhaltigkeitsbezug aufweisen und stellt diese den Studierenden zur Verfügung.

Forschung: Wissenschaftler_innen können sich dem Kompetenzzentrum zuordnen, um bei Nachhaltigkeitsaktivitäten
in Lehre und Forschung unterstützt zu werden. Die Zuordnung zum Kompetenzzentrum drückt das Bekenntnis zur Nachhaltigkeit in Lehre und Forschung aus. Die zugeordneten Wissenschaftler_innen forschen u.a. in Feldern wie Un- ternehmensverantwortung, ökologische Makroökonomik, Governance, Innovationsforschung und Logistik. Derzeit haben sich 26 Personen dem Kompetenzzentrum zugeordnet (Stand Februar 2018).

Wissensaustausch: Das Kompetenzzentrum möchte Brücken zwischen Theorie, Forschung und der Öffentlichkeit bauen. Daher organisiert das Kompetenzzentrum nachhaltigkeitsbezogene Veranstaltungen, wie die Reihen „Nachhaltigkeits-Kontroversen“ und „Tiefenbohrungen“.

Hochschulmanagement: Das Kompetenzzentrum koordiniert den Nachhaltigkeitsprozess der WU. Im Bereich Hochschulmanagement arbeitet es eng mit dem Campusmanagement und anderen Stellen der WU zusammen.

Die vom Kompetenzzentrum erstellte Nachhaltigkeitslandkarte der WU zeigt, welche wichtige Rolle das Leitbild der Nachhaltigkeit schon heute an der WU einnimmt [1]. Im Rahmen dieses Wissensaustauschs finden zahlreiche Veranstaltungen statt, die das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit organisiert oder bei denen es Mitveranstalter ist. Bisher haben an diesen Veranstaltungen mehr als 9 000 Menschen teilgenommen (Stand Februar 2018).

Die WU hat sich als Ort des Diskurses zu Nachhaltigkeitsfragen etabliert. Der Campus ist heute eine sehr gute Adresse für Menschen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und öffentlicher Verwaltung und für Bürger_innen, die sich an kontroversen Diskussionen beteiligen wollen, die in die Tiefe gehen. Das Kompetenzzentrum hat sich als Anlaufstelle für Nachhaltigkeitsfragen von Mitarbeitenden und Studierenden, aber auch von externen Stakeholdern, etabliert.

Im Sommer 2018 ist das Buch „Chancen und Grenzen der Nachhaltigkeitstransformation erschienen. Ökonomische und soziologische Perspektiven“ im Springer Verlag und bietet Einblicke in den aktuellen Stand der Transformationsforschung.

Ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung war der Entschluss im Sommer 2013, das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit einzurichten. Seither wurden viele Maßnahmen umgesetzt, die Nachhaltigkeit an der WU fest verankern.

Das Kompetenzzentrum für nachhaltige Entwicklung hat sich als Anlaufstelle für Nachhaltigkeitsfragen etabliert. Einerseits zeigt sich dies beispielsweise darin, dass sich mittlerweile 26 Wissenschaftler_innen dem Kompetenzzentrum zugeordnet haben. Andererseits steht es im intensiven Austausch mit Mitarbeitenden und Studierenden, mit denen unter anderem gemeinsam Workshops oder Veranstaltungen organisiert wurden oder die als Expert_innen – seien es lehrende oder studierende Personen – auf Podien vertreten waren. Bisher haben an diesen Veranstaltungen mehr als 9.000 Menschen teilgenommen.

Kernprinzipien

  • gesamtinstitutioneller Ansatz: Alle Bereiche sowie Akteur_innen der Universität werden in den Blick genommen
  • Transparenz und Partizipation

Weiterführende Informationen
Kontakt

Institution: Wirtschaftsuniversität Wien (WU)
Bereich: Governance
Initiator: Forschende und das Rektorat der WU
Ansprechpartner_innen:
Dr. Fred Luks
+43 (0)1 3 13 36 48 01
fred.luks[at]wu.ac.at
Dipl.-Ing. Laura Bauer
+43(0)1313365684
laura.bauer[at]wu.ac.at
nachhaltigkeitskompetenzzentrum[at]wu.ac.at
www.wu.ac.at/sustainabilitycenter

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