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Wie bleiben wir handlungsfähig? Wandercoaching beim Referat für Umweltder Studentischen Vertretung der TUM

Ein Bericht von Manuel Lerschmacher, Referat für Umwelt SV TUM

Die ehrenamtlichen Studierenden im Referat für Umwelt der Studentischen Vertretung setzen
sich für mehr Nachhaltigkeit an der Technischen Universität München ein. Neben der
hochschulpolitischen Vertretung studentischer Interessen, z.B. in Gremien, wollen wir auch den
Campusalltag aktiv durch Angebote bereichern. Das erstreckt sich von abgeschlossenen
Aktionen wie regelmäßigen Kleidertauschpartys und Stadtrundgängen bis hin zu großen,
eigenständigen Projekten wie einer Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt (ReparadTUM), Urban
Gardening (Plant a Seed) und einer Ringvorlesung zu semesterweise wechselnden Umwelt-
Themen. Über die letzten Semester ist es jedoch zu einem stetigen Verlust an Mitgliedern gekommen,
wodurch auch die interne Struktur und Aufgabenverteilung durcheinandergekommen sind und
die gewählten Leitungen zunehmend überlastet werden. Vor diesem Hintergrund haben wir uns
auf das Wandercoaching beworben, um insbesondere an zwei Themen zu arbeiten: Der Struktur
und dem Mitgliedermanagement. Neben einigen langjährigen Mitgliedern, u.a. in gewählten
Positionen, konnten auch zwei Newbies am Workshop teilnehmen. Das hat sich als sehr wertvoll
erwiesen, um neue Perspektiven hineinzubringen.


Zum Einstieg in das Wochenende haben wir ein kurzes Kennenlernen mittels Steckbriefen
gemacht sowie Gruppenrollen betrachtet. Anschließend ging es direkt los mit der Arbeit an der
internen Struktur. Hierzu haben wir uns mithilfe des „Kopfstands“ überlegt, was passieren
müsste, damit die Zusammenarbeit scheitert. Die Ergebnisse des Brainstormings konnten wir
clustern in die Oberthemen ‚Community‘, ‚Verantwortlichkeiten‘ und ‚Wissensmanagement‘. In
Kleingruppen wurden dann zu jedem Thema Lösungsideen entwickelt und in unsere bestehende
Teamstruktur eingearbeitet.


Am nächsten Tag haben wir uns mit dem Thema der Mitgliedergewinnung beschäftigt. Wir
haben uns einerseits angeschaut, wie wir selbst dem Referat beigetreten sind. Andererseits
haben wir die Stufen der Member Journey erarbeitet, vom ersten Kontakt bis hin zum
Onboarding. Für jede Stufe konnten wir aktuelle Probleme identifizieren.
Eine große Gefahr eines solchen Workshops besteht darin, dass zwar viele gute Ideen
zusammenkommen, diese dann aber anschließend nicht umgesetzt werden. Zum Abschluss des
Wandercoachings haben wir deshalb konkrete Aufgaben erstellt, mithilfe der Eisenhower-Matrix
priorisiert und anschließend in einer Timeline angeordnet und Verantwortliche bestimmt.


Das Wandercoaching hat uns sehr dabei geholfen, den aktuellen Status zu reflektieren und
Lösungen zu erarbeiten. Es hat dabei unsere Erwartungen sogar übertroffen und gezeigt, wie
wichtig ein solcher gemeinsamer Austausch ist. Die Coaches haben uns mit Anregungen und
Methoden sehr gut unterstützt. Besonders war auch die Flexibilität, sich an unsere Wünsche und
den aktuellen Arbeitsstand während des Workshops anzupassen – so konnten wir gemeinsam
schauen, was uns aktuell am meisten hilft. Herzlichen Dank an Shannah und Debora für das
tolle Coaching!