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Wandercoachingschulung 12.0 in Bad Sachsa

Blogbericht von Rachel Roszak

Bei meiner Recherche wurde ich auf das netzwerk n aufmerksam und als ich Wandercoaching
gelesen habe, wusste ich gar nicht so recht, wie ich mir das vorstellen kann. Aber ich lasse mich
gern auf neues ein und vertraue auf mein Gefühl. Am 15.7. hatten wir ein erstes digitales
Kennenlernen und ich fühlte mich direkt super wohl. Die Menschen waren so toll, die Stimmung
super gemütlich! Meine Vorfreude auf die Woche wuchs und dann war ich auch schon auf dem
Weg. Ab Göttingen wurde ich und eine andere Teilnehmerin von einem Teilnehmer mitgenommen.
Das erste persönliche kennenlernen, war direkt vertraut und die Autofahrt nach Bad Sachsa, war
eher wie ein Ausflug mit Freund*innen, als ein erstes Kennenlernen.

Angekommen in Bad Sachsa sind wir bei Sonnenschein und der Regenbogen an der Bildungsstätte
strahlte im Licht. Vor der Tür wartete das netzwerk n-Team mit strahlenden Gesichtern und wir durften
uns direkt umschauen und nach Zimmern gucken. Wie selbstverständlich gingen wir drei zusammen in ein
All-gender Zimmer und richteten uns ein. Nach und nach kamen die anderen Teilnehmenden mit glücklichen Gesichtern an. Als alle angekommen sind machten wir Kennlernspiele auf der Wiese im Sonnenlicht, mit Entspannungsmusik und es war direkt vertraut.

So eine tolle Gruppendynamik habe ich noch nie erlebt und ich habe schon viele Fortbildungen bei vielen
Vereinen gemacht. Nach einem Einstieg in das Awareness-Konzept, welches wir auch vorher schon geschickt bekommen haben, die Einführung der Handzeichen und den Einblick in den Wochenablauf endete der Ankunftstag gemütlich mit einem Bingo-Abend.

Der erste offizielle Tag begann mit leckerem Frühstück und einer Morgenrunde, die nun jeden Morgen folgt, um den Tagesstart einzuleiten. Danach erstellten wir ein Pro l über unsere Stärken, die wir als WaCo mitbringen, wodurch jede Person für sich refektierte und wir auch sahen, wie gut wir uns alle ergänzen können.
Dann erarbeiteten wir das Hochschulsystemen und was wir schon wussten, ergänzten uns auch darin super in den Gruppen. Und wir sprachen über Nachhaltigkeit-Grundlagen und wie Transformation der Hochschulgruppen gelingen kann. Nach einem lehrreichen Tag gab es am Abend Lagerfeuer mit Gesang und Gitarrenbegleitung.

Am nächsten Tag lernten wir alles zum Workshop geben, von den Grundlagen, über die Raumgestaltung, bis zur Diskriminierungssensibilität. Am Abend wurde einen Space ähnlich wie Kunsttherapie angeboten mit verschiedenen Tischen, wo ich mich an dem „Deeptalk-Tisch“ setzte und tolle Gespräche mit Menschen vom Team und uns Teilnehmenden hatte. Am nächsten Tag lernten wir etwas über Awareness sowie über die Vision- und Konzeptentwicklung. Am Nachmittag hatten wir frei und durften ihn selbständig gestalten.

Der freie Nachmittag tat uns allen gut und am Abend kamen wir alle bei der Open-Stage zusammen, wo ein diverses Programm zusammen kam. Von musikalischen Auftritten, Poetry Slam, Lesungen, über Improtheater, bis zu Comedy und Tanz.
Nun hatten wir noch drei ganze Tage und wir sprachen über Macht und Strukturen in Gruppen, damit wir noch einen tieferen Einblick bekommen war eine externe Referentin vor Ort, um uns das Thema Dekolonalität näher zubringen, dieser Workshop war für viele ein Highlight, da der Workshop so schön gestaltet wurde.
Der Abend klang noch einmal mit einem Lagerfeuer, Musik und tollen Gesprächen aus.

Am fünften ganzen Tag planten wir selbst Workshops und führten diese probeweise durch, damit wir gut vorbereitet zu den Hochschulen fahren können. Am Nachmittag erfuhren wir, mit wem wir wann und wohin fahren. Es war sehr spannend und super schön zu sehen, wie sich alle freuten und wie motiviert alle die Bewerbungen der Gruppen lasen. Am Abend organisierte das Team ein Q&A, damit wir noch alle offenen Fragen klären können.

Dann folgte schon der letzte Tag, wir besprachen Orgapunkte, erfuhren viel zu anderen Projekten von netzwerk n und begannen uns mit der anderen Person mit der wir das Coaching durchführen zu planen. Am Nachmittag gab es einen OpenSpace, wo Meditation, Sport, Kreativität und Spaziergänge angeboten wurden.

Dan brach leider auch schon der letzte Abend an, der sehr feierlich war. Denn es gab die n-Party und wir wurden gefeiert, denn wir sind jetzt ausgebildete Wandercoaches und sind offiziell ein Teil von netzwerk n geworden!
Es wurde gelacht, getanzt, wir durften uns ein Wort nehmen, welches wir mit der Woche verbinden und wir bekamen ein selbstbedruckten Jutebeutel, mit Materialien.

Nun war es schon Freitag und die Abreise stand bevor. Davor refektierten wir die Woche und nahmen unsere Briefumschläge mit Wertschätzungsnachrichten mit. Wo jede Person anonym etwas reinpacken konnte, egal ob gebastelt oder geschrieben. Danach räumten wir auf und fuhren nachhause. Ich konnte nicht abwarten und freute mich umso mehr, dass ich bei der Rückfahrt die Zettel lesen konnte von all den tollen Menschen, die ich kennenlernte. Und das tollste ist, wir sehen uns wieder! Teilweise machen Menschen zwei Coachings noch in diesem Jahr, wodurch man sich sieht. Und im nächsten Jahr im Januar steht nochmal ein gemeinsames Wochenende an, dieses Mal in Hannover und die Vorfreude ist bei jeder Person spürbar!

Ich bin super dankbar ein Teil von netzwerk n zu sein, denn ich konnte noch nie irgendwo von Anfang an ich selbst sein und wurde einfach akzeptiert wie ich bin. Und dieses Gefühl ist unbeschreiblich schön und unbezahlbar.

September 2025