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Bericht vom Wandercoaching 11.-13.07.2026 bei KRUSH*

Am Wochenende vom 11. bis 13. Juli 2026 kamen zwei Coaches von netzwerk n e.V. nach Köln, um das KRUSH* Kollektiv im Rahmen eines Wandercoachings zu begleiten. Ziel des Wochenendes war es, unsere Zusammenarbeit zu reflektieren, bestehende Herausforderungen anzusprechen und gemeinsam eine Vision für die Zukunft des Kollektivs zu entwickeln.
Der Freitagabend begann mit einem gemeinsamen Kennenlernen in entspannter Atmosphäre. So konnten sich Coaches und Kollektiv zunächst ohne Zeitdruck begegnen und erste Gespräche führen.
Am Samstag trafen sich alle in den Räumlichkeiten des MTreffs in der Alten Feuerwache Köln.
Zu Beginn stellten die Coaches das Awarenesskonzept für das Wochenende vor. Anschließend wurden verschiedene Rollen – sogenannte „Hüte“ – verteilt. Diese übernahmen Aufgaben wie daran zu erinnern, ausreichend zu trinken, Menschen nach einer kurzen Abwesenheit wieder auf den aktuellen Stand zu bringen oder die gemeinsame Essensvorbereitung zu koordinieren. Dadurch wurde Verantwortung auf viele Schultern verteilt und ein achtsamer Rahmen geschaffen.
Im Mittelpunkt des ersten Tages standen intensive Reflexionsphasen. Anschließend wurden sechs Fragen individuell schriftlich beantwortet. Anhand verschiedener Fragen setzten sich zunächst alle individuell mit ihrer Rolle im Kollektiv auseinander, bevor die Antworten gemeinsam besprochen wurden. Dabei fanden Themen Raum, die im Kollektiv schon länger präsent waren, bisher jedoch kaum ausgesprochen wurden. Das Coaching hat den nötigen Raum gegeben um unangenehmes in einer sicher-wirkenden Umgebung anzusprechen. Die Kollektivmitglieder sind dabei empathisch und wertschätzend aufeinander eingegangen.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde sich mit individuellen und kollektiven Ängsten beschäftigt. Die Mitglieder haben viele Ängste geteilt und haben für jede Sorge passende Lösungen konzipiert. Da es allen wichtig war, jeder Angst den Raum zugeben die es benötigte, wurde das Besprechen der Stärken auf den nächsten Tag geschoben. Im Laufe des zweiten Tages entstanden to dos, welche am Abend verteilt wurden. Darunter war das Erstellen von Terminumfragen für Spaß-Treffen und ein Treffen an dem das Selbstverständnis des Kollektivs formuliert wird, Recherche betreiben für Disability-Workshops für die Frage, wie mit Disability in Kollektivarbeit umgegangen werden kann.
Am letzten Tag des Wandercoachings wurden die Stärken der einzelnen Mitglieder sowie des gesamten Kollektivs mit Hilfe des Stärkenbaumes reflektiert. Bevor noch ein letztes Mal gemeinsam zu Mittag gegessen wurde, hat das Kollektiv sich noch vorgestellt wie die Zukunft von KRUSH* aussehen könnte. Dabei wurden interne Ziele besprochen, aber auch, welche Veranstaltungen sich die einzelnen Mitglieder vorstellen und wünschen.
Das Coaching hat uns nicht nur dabei unterstützt, lange unausgesprochene Themen auf den Tisch zu bringen, sondern auch gezeigt, wie wichtig Vertrauen und eine wertschätzende Gesprächskultur für nachhaltige Kollektivarbeit sind. Wir nehmen viele konkrete Ideen, neue Motivation und ein gemeinsames Verständnis unserer nächsten Schritte mit. Das Wochenende hat uns als Kollektiv gestärkt und eine wichtige Grundlage für die zukünftige Entwicklung von KRUSH* geschaffen.