“Computer, Videokommunikationssoftware, zack feddich, Wandercoaching!”

 

Digitales Wandercoaching mit den Students for Future der Hochschule Rhein-Waal/Kleeve – 17.-19. April 2020

Ein Bericht der Initiative

Wie geht es jetzt weiter?
Im November 2019 haben wir uns gegründet. Warum eigentlich erst so spät? Unsere junge Hochschule strahlt mit ihren Studiengängen, Personal und Studierenden durchaus aktiven Umweltschutz aus. Wir haben auch einige Gruppen mit nachhaltigem Schwerpunkt, welche in der Vergangenheit immer wieder Akzente und Erfolge erzielten (1. Fair Trade Hochschule in NRW). Doch warum gab es noch keine Students For Future Kleve?
Heute versuchen wir neben der Beteiligung an den Freitagsdemonstrationen unseren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unserer Hochschule zu leisten. Allerdings bereits bei unserem ersten Projekt (nachhaltigeres Speiseangebot der Mensa), gerieten wir an gewisse Grenzen. Einerseits suchten wir intern breite Unterstützung der Studierenden, andererseits standen wir gegenüber dem Studierendenwerk Düsseldorf mit seinen 10+ Mensen relativ mittellos da.
Was uns fehlte war ein… Netzwerk.

Nach einem Hinweis unseres AStAs bewarben wir uns relativ Last Minute um ein Wandercoaching des netzwerk n. Nachdem wir aufgrund des Umfangs der Bewerbung nicht allzu große Hoffnungen auf eine Zusage hatten, frohlockten wir umso mehr bei der positiven Rückmeldung. Yes, da ist das Ding! Oder doch nicht? Tja, schon so auf das gemeinsame Wochenend-Camp gefreut, jetzt machte Corona auch einen Strich unter diese Rechnung. Wer aber wären wir als Aktivist*innen, wenn uns sowas demotivieren würde! Natürlich ziehen wir das durch, egal was sich uns in den Weg stellt und was es dazu braucht!! Und das war gar nicht mal so viel.

Computer, Videokommunikationssoftware, zack feddich, Wandercoaching!

Anna und Jakob haben es mit einem wunderbaren Wochenende geschafft die vermeintlichen Abstriche bei digitalen Meetings in blühende Motivation umzukehren. Wir brachten aufgrund der besonderen Umstände zwar viel Lockerheit mit, hatten aber auch viel vor. Wir wünschten uns Lösungsansätze zur Symbiose unserer themenverwandten Hochschulgruppen und Kontakte zu Landesweiten Nachhaltigkeitsnetzwerken. Daher hatten wir relativ spontan vor andere Gruppen in unser Coaching einzubeziehen. Kein Problem für unsere Coaches! Auch thematisch konnten wir unsere Wünsche super einbringen. Danke dafür Leute =).

Nach einer kurzen technischen Einführung am Freitag, trafen wir uns schließlich Samstag und Sonntag über Zoom in mehrstündigen Sitzungen. Wer denkt so ein Meeting wird schnell ermüdend, hat nicht mit unseren Coaches und ihren Waffen gerechnet. Wir haben uns mehrere Male in Kleingruppen aufgeteilt um kreativ zu werden und bekamen einige nützliche Tools (Miro als kreativer-interaktiver Arbeitsbereich) an die Hand. So analysierten wir zum Kennenlernen unsere persönlichen & kollektiven Kompetenzen, ein Schlüssel zur erfolgreichen Zusammenarbeit. Mit gestärktem Gruppenbewusstsein und guter Stimmung machten wir uns daran unsere Gruppentreffen zu optimieren. Nachdem wir unsere Vorstellungen über ein optimales Treffen eingebracht hatten, stellten uns die Coaches einige implementierbare Instrumente vor. Die gelernten Methoden erprobten wir in einem Probemeeting der StFF Kleve. Schon heute arbeiten wir durch diese Anpassungen effizienter! Ein weiteres Highlight des Samstages war der Gastauftritt von Lukas Vaupel, Vertreter der StFF NRW und sein Exkurs über das Netzwerk der Nachhaltigkeitsinitiativen in NRW und über die Struktur von Hochschulen. Super hilfreich für die Realisierung zukünftiger Projekte.

 

Mit einem gemeinsamen digitalen Frühstück sind wir am Sonntag motiviert in das Coaching gestartet, es ging schließlich darum endlich unsere Projekte anzugehen und in die Tat umzusetzen. Dafür haben wir uns Unterstützung von themenverwandten Hochschulgruppen geholt. Die Fairtrade, UNICEF, Greenpeace und Campusgrün Gruppen, sowie auch der AStA waren vertreten. Für unsere Coaches gar kein Problem, sie haben uns gezeigt, wie man selbst in so einer großen Gruppe Ideen sammelt und priorisiert. Schlussendlich haben wir uns auf fünf konkrete Projekte geeinigt, diese in Kleingruppen besprochen und den anderen auf kreative Art und Weise vorgestellt wurden.

Aus unserem letzten Coachingtag haben wir unfassbar viel Motivation und Tatendrang geschöpft. All die Ideen zu sammeln und mithilfe der Coaches effektiv Projekte anzugehen, macht Lust durchzustarten. Diese Emotionen treiben uns auch heute noch an, immer mit der Möglichkeit im Hinterkopf, falls wir mal auf dem Schlauch stehen, Anna und Jakob jederzeit bereit sind uns noch einmal unter die Arme zu greifen!