HOCHN Netzwerk-Hub Nord, Hannover 16.09.2019

Praxis-Hochschul-Kooperation für eine nachhaltige Entwicklung

In Hannover kamen zum HOCHN Netzwerk-Hub Nord Hochschulakteure aus der Region und aus dem HOCHNNetzwerk, paar Praxisakteure und einige Studierende (Hannover, Frankfurt, Darmstadt, Vechta) zum Thema Praxis-Hochschul-Kooperation für eine nachhaltige Entwicklung zusammen.

Die Erkenntnisse aus dem Arbeitspaketen Nachhaltigkeitstransfer und Governance von HOCHN wurden geteilt und Prof. Dr. Helga Kanning stellte die Arbeit des Arbeitskreises der ARL zum Thema “Hochschulen als Change Agents für nachhaltige (Regional-)Entwicklung” (noch nicht veröffentlicht) vor. Hier wurde nochmal deutlich, dass Hochschulen das Potenzial haben, zu Gestalter_innen einer regionalen Nachhaltigkeitstransformation zu werden. Auch wenn die Illustration von verschiedenen Beispielen zeigt, dass das Nachhaltigkeitsverständnis zwischen den Hochschulen sehr unterschiedlich ist. Das heißt, in Zeiten wo Nachhaltigkeit in Mode ist, bedarf es ein genaues Hinschauen, mit welchen Nachhaltigkeitsverständnis gehandelt wird, besonders wenn es in die Praxis geht.

 

Anschließend an den Vorträgen fanden drei parallele Workshops zu Governance, Transfer und Praxis statt. Hier ging das netzwerk n mit RENN.nord und Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit der Frage nach, wie es zu guten Praxis-Hochschul-Kooperationen kommt, die einen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung leisten können? Die Rolle von Studierenden in solchen Praxis-Hochschul-Kooperationen war aus Perspektive des netzwerk n von besonderer Bedeutung. Wie können Studierende ihr erlerntes Wissen in die Praxis bringen? Wie können sie sich in solchen Praxis-Hochschul-Kooperationen einbringen oder diese selbst initiieren? Trotz dass der Workshop schwer anlief, da es viele Fragen bei den Teilnehmer_innen gab und die Zielrichtung für einige Akteure unklar war, konnten wir uns in einer kleinen Runde von Studierenden Gedanken zu den Fragen machen und zu folgendem Schluss kommen: Aktuell kommt es bei Praxis-Hochschul-Kooperationen auf die Eigeninitiative der Studierenden an, die sich Themen aus der Praxis suchen und den Aushandlungsprozess hinsichtlich der Organisation und des Inhaltes eigenständig leisten. Dieser Mehraufwand für das Sich-Einbringen in solche Praxis-Hochschul-Kooperationen ist bis jetzt kaum in den zur Verfügung gestellten Zeitrahmen von Seminaren und Abschlussarbeiten abgebildet und wird wenig wertgeschätzt.

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