FUNKE EXTENDED – oder – mini-perspektive n an der TH Lübeck

Nachhaltigkeit in der Lehre, Strukturen nachhaltiger Entwicklung und Campusbegrünung

Gastbeitrag von Nele Hoge

Am 27.11.2019 organisierten die Students for Sustainability (S4S) der Technischen Hochschule Lübeck anlässlich der Public Climate School erneut eine offene Diskussion im Fishbowl-Format zum Thema Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung. Anders als bei der ersten perspektive n im Mai diesen Jahres wurde dieses Mal zuvor keine festen Diskutant_innnen eingeladen. Der innere Kreis der Fishbowl war also von Beginn an für alle Teilnehmenden offen. Diese ‘reine’ Variante der Fishbowl-Diskussion sollte die Hürden der Beteiligung noch weiter senken und gleichzeitig die Stimmen der sonst eher konsumierenden Studierendenschaft noch stärker hervorheben.

Wie im Mai richtete sich die Einladung erneut an alle Hochschulangehörigen. Neben Mitgliedern der S4S folgten weitere Studierende, Mitglieder des FUNKE (Forum für Umwelt, Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Ethik – entstanden aus der perspektive n im Mai), Dozierende verschiedener Fachbereiche und Mitglieder des Senats sowie der Verwaltung dieser Einladung. Die Diskussion beinhaltete Murmelrunden, Farbkartenabstimmungen und die offene Diskussion. Themenblöcke waren Nachhaltigkeit in der Lehre, Strukturen bzw. Institutionalisierung nachhaltiger Entwicklung und Campusbegrünung. Innerhalb der Diskussion wurde die laufende Klimastreikwoche bereits reflektiert. Der Klimabezug hatte (unterhalb der Anwesenden) zum Teil in den Vorlesungen Einzug gefunden.

Blitzlichter aus den einzelnen Rubriken

Um die Lehre langfristig umzugestalten, wurden Ideen wie Nachhaltigkeits-Zertifikate, die Umstrukturierung aller Curricula (was als schwierig eingestuft wurde) und die Etablierung von Wahlpflichtfächern diskutiert. Die Machbarkeit wurde dabei unterschiedlich bewertet. Stetigkeit und Kontinuität der bisherigen Bemühungen wurde als sehr wichtig eingestuft. Und auch der Nutzung von Online-Lehr-Plattformen wie oncampus wurde ein großes Potential zugesprochen. Die Wichtigkeit von Vernetzung mit anderen bereits aktiven Akteuren und solchen, die es werden wollen, wurde ebenfalls hervorgehoben.

Beim Thema Strukturen kam der Antrag auf ein Green Office auf den Tisch. Der Antrag soll sich den Bemühungen der Hochschule, ein Klimaschutzmanagement aufzusetzen, anschließen und studentische Hilfskräfte beschäftigen. Die Diskussion zeigte vor allem, wie wichtig es darüber hinaus sein würde, nicht allein die Finanzierung der Stelle, sondern vornehmlich auch die sie umgebende Struktur zu bedenken und mitzugestalten. Dass auch die Strategie der Hochschule dabei anzupassen sei, wurde ebenfalls thematisiert. Der aktuelle Strukturentwicklungsplan läuft bis 2022. Einige der Anwesenden nahmen sich vor, es sich zur Aufgabe zu machen, nachhaltige Entwicklung in den folgenden Strategieplan einzubinden. Der Druck wird steigen. Die notwendige Kommunikationsstruktur soll auch durch ein Green Office verbessert werden.

Unter der Rubrik Campusbegrünung wurden Punkte wie Dachbegrünung und die konfliktträchtige Parkplatzsituation an der Hochschule beleuchtet. Ein Ausbau des ÖPNV-Angebots und der Radverkehrssituation ist hierbei unumgänglich.

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