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Impulsvortrag über das netzwerk n in der AG Transformative Hochschule

Brot für die Welt-Aktionskonferenz „Internationalisierung der deutschen Hochschulen?! Anspruch – Wirklichkeit – Perspektive“

Wie international ausgerichtet sind deutsche Hochschulen wirklich? Was geht über das nette Image hinaus? Und wie sind überhaupt internationale Studierende bei der Transformation der Hochschulen hierzulande mit eingebunden?

Diesen Fragen wurde bei der viertätigen Aktionskonferenz von Brot für die Welt Anfang April nachgegangen. Das größtenteils internationale Publikum nahm die deutsche Hochschullandschaft kritisch unter die Lupe und schon nach der einleitenden Keynote wurde klar, dass vor allem die Perspektive von Studierenden und Forschenden aus dem Globalen Süden bei den Internationalisierungsstrategien deutscher Hochschulen unter den Tisch fällt – immer noch! Gründe dafür gibt es zahlreiche. Einer wäre zum Beispiel, dass Internationalisierung schlichtweg als Aushängeschild funktioniert, einzelne Studienprogramme zwar – meist – ins Englische übersetzt werden und für ausländische Studierende geöffnet werden, die gelehrten Inhalte und die Lehrpersonen selbst aber weiterhin aus Deutschland oder aus dem europäischen Ausland stammen. Wie schafft man es, dies zu überwinden?

Aufgeteilt in vier Arbeitsgruppen, widmeten sich die Konferenzteilnehmenden diesem Problem und weiterführenden Themen. Das netzwerk n durfte an einem Tag Teil einer Arbeitsgruppe zur transformativen Hochschule sein und musste sich bei einem kleinen Input über unsere Arbeit genau diesen Eingangsfragen auch stellen. Denn ein Blick in die eigenen Reihen machte schnell deutlich, dass die meisten unserer Mitglieder und Aktiven deutschsprachige Studierende sind. In einer anschließenden Diskussion sind wir den Fragen nachgegangen, warum ausländische Studierende, die – anders als Austauschstudierende – in einem festen Studienprogramm an deutschen Hochschulen studieren, wenige Möglichkeiten sehen, sich ehrenamtlich an ihrer Hochschule einzubringen. Und was wiederum Initiativen an Hochschulen oder Organisationen wie das netzwerk n in dieser Hinsicht verbessern können.

Was wir also daraus mitnehmen, sind Kritik und Anregungen zur eigenen Arbeitsweise und Organisationsstruktur und den konkreten Auftrag, dies neu zu hinterfragen.

 

Ein Gastbeitrag von Rebecca Geyer

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