15. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit

Die Nachhaltigkeits-Community kommt zusammen

Berlin, 13.-14. Mai 2019. Es war mal wieder so weit: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) lud ein – und gut 400 Wissenschaftler_innen aus Forschungseinrichtungen und Hochschulen, Projekten und Organisationen aus dem ganzen Land kamen zusammen: Mitte Mai veranstaltete das BMBF das 15. Forum für Nachhaltigkeit „Artenvielfalt erhalten – Forschen für unsere Zukunft“, eine im Rahmen des Förderprogramms Forschung für Nachhaltigkeit (FONA) stattfindende Konferenz, bei der sowohl aktuelle wie zukünftige Forschungsschwerpunkte wie Biodiversität, Artenvielfalt und Digitalisierung als auch laufende Projekte und Ergebnisse von Förderungen diskutiert und vorgestellt wurden. Da durfte das netzwerk n natürlich nicht fehlen. Einerseits, weil das Projekt „Zukunftsfähige Hochschulen. Denken – Handeln – Wandeln.“ sowie dessen Vorläufer über FONA gefördert werden, andererseits aber auch, um unseren Ansatz an nachhaltige Entwicklung und Transformation in die Diskussionen einzubringen. Mit insgesamt fünf Personen aus dem Haupt- und Ehrenamt waren wir gut aufgestellt und konnten viele Workshops der Veranstaltung mitnehmen, mit relevanten Stakeholdern reden und unser Netzwerk an Nachhaltigkeitsakteur_innen aus Wissenschaft und Hochschule weiter stärken. Das Programm bildete die umfassende Bandbreite des FONA-Programms ab: Von Artificial Intelligence (AI), über Biodiversität, Transfer und Wissenschaftskommunikation bis hin zu Bioökonomie war für jede_n etwas dabei. Diese durchaus diverse Zusammenstellung zeigte erneut, wie breit die Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland gefächert ist – zugleich wären teilweise systemischere und verknüpfende Einschübe gut getan, um mehr Tiefe in die Diskussionen zu bringen.

Immer im Hinterkopf lag die Frage der Neuausrichtung des Forschungsprogramms FONA im Rahmen von FONA-4. Hier hat die Veranstaltung erste Weichen gesetzt – Biodiversität und Digitalisierung sind zwei Stichworte, die definitiv nicht fehlen werden im neuen Programm. Dass auch die nachhaltige Hochschultransformation, welche Hochschulen als Experimentierräume und gesellschaftliche Vorreiter einer nachhaltigen Entwicklung versteht, ebenfalls nicht fehlt, dafür haben wir uns mit unserer Beteiligung an der Konferenz stark gemacht. Denn Nachhaltigkeit, Artenschutz und auch schlussendlich zukunftsfähige Gesellschaft brauchen Hochschulen, die nicht nur ihre Forschungsergebnisse nach außen tragen, sondern sich auch nach innen an einer nachhaltigen Entwicklung orientieren, sich als Institution reflektieren und Handlungsspielräume für Veränderungen ausloten.

Aktiv eingebracht haben wir uns mit einem Stand und Projektvorstellung im Workshop „Transfer ist keine Einbahnstraße“ am Montag, den 13. Mai, mit gut 80 Teilnehmenden. Vorstandsmitglied Jana hatte hier die Gelegenheit, in einem interaktiven Format unsere Inhalte, Ansätze und Ziele als gelungenes Beispiel für Transferaktivitäten zwischen Hochschulen und der Gesellschaft den interessierten Teilnehmenden vorzustellen und mit diesen ins Gespräch zu kommen. Ein Poster, unsere Materialien wie Good-Practice-Sammlung und methode n sowie Gespräche in kleinen Gruppen ermöglichten Austausch  und viele neugierige Fragen. Im gleichen Workshop stellten sich auch das HOCH N Projekt sowie verschiedene Projekte aus den Transferbereichen Kommune und Unternehmen vor. Unser Ansatz an Hochschulen und Nachhaltigkeit – bottom-up, innovativ, statusgruppenübergreifend, kritisch-konstruktiv und gesamt-institutionell – fand großen Anklang.

Insgesamt bot die FONA-Konferenz eine gute Gelegenheit die Ansätze des netzwerk n einem breiten Publikum darzustellen, neue Kontakte zu knüpfen und uns in die aktuellen Debatten für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft und Forschung zu dieser einzubringen.

Ein Gastbeitrag von Jana Holz

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