Kompetenzzentrum für nachhaltige Entwicklung

Wirtschaftsuniversität Wien

Das Kompetenzzentrum für nachhalige Entwicklung an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) steht für die Verankerung des Nachhaltigkeitsleitbildes an der WU in Lehre, Forschung, Wissensaustausch und Hochschulmanagement. Das Kompetenzzentrum versteht sich sowohl als Netzwerkstelle als auch als Serviceeinrichtung für Mitarbeitende und Studierende der Universität.

Nachhaltige Entwicklung ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit – gerade für Universitäten, denen hier eine wichtige Pionierfunktion zukommt. Die WU, Europas größte wirtschaftswissenschaftliche Hochschule, nimmt diese Herausforderung an. Deshalb gibt es seit Sommer 2013 an der WU ein Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit. Die WU bekennt sich zum Prinzip der Nachhaltigkeit und will es mit Leben füllen. In Lehre, Forschung, Wissensaustausch und Hochschulmanagement ist die WU dem Prinzip der Nachhaltigkeit verpflichtet und wird damit ihrer gesellschaftlichen Verantwortung als Universität gerecht.

An der WU dienen Kompetenzzentren der Profilbildung zu einem bestimmten Thema durch Koordination. Das Thema Nachhaltigkeit wird dabei als eines erachtet, das in allen Bereichen einer Universität von Bedeutung ist: Sei es in der Lehre und Forschung, im Bereich Hochschulmanagement oder im Wissensaustausch mit der Gesellschaft. Ziel des Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit ist es, sich in all diesen Bereichen einzubringen und das „Nachhaltigkeitsprofil“ der WU zu stärken – nach innen, aber auch nach außen. Dies geschieht durch die Beteiligung beziehungsweise Unterstützung bei der Konzeption und Durchführung von Maßnahmen in allen vier Feldern.

In seiner Arbeit setzt das Zentrum auf Transparenz und Partizipation und versteht sich als Netzwerkstelle und Serviceeinrichtung für Mitarbeitende und Studierende der WU.

Folgende Ziele hat sich die WU in den vier Feldern gesetzt:

Lehre: Eine Universität wirkt ganz wesentlich durch das, was an ihr gelehrt wird. Wer an der WU studiert, soll um den gesellschaftlichen und ökologischen Kontext wirtschaftlichen Handelns wissen. Die langfristige Veränderung der Lehre ist ein besonderes Anliegen, denn hier liegt – neben der Forschung – das „Kerngeschäft“ jeder Universität.

Forschung: Die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung sind ein zentraler Beitrag einer Universität zur gesellschaftlichen Entwicklung. Viele Forscher_innen an der WU beschäftigen sich mit Nachhaltigkeitsthemen. Die WU als forschungsstarke Universität will im Hinblick auf Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeit in der Forschung deutliche Zeichen setzen.

Wissensaustausch: Jede Universität steht im Austausch mit der Gesellschaft. Die WU stellt konkrete Problemlösungen für nachhaltiges Wirtschaften bereit und leistet wichtige Beiträge zur Weiterbildung.

Hochschulmanagement: Das Management einer Universität ist ein zentraler Faktor für ihre Wirkung als Organisation. Nachhaltigkeit an der WU betrifft auch Themen wie Betriebsökologie, Arbeitsplatzqualität und gesellschaftliche Verantwortung.

Um eine strukturelle Verankerung des Themas Nachhaltigkeit zu sichern, wurde das Kompetenzzentrum mit zwei Vollzeitstellen ausgestattet.

Folgende Aktivitäten führt das Kompetenzzentrum unter anderem in den vier genannten Handlungsfeldern durch:

Lehre: Es erarbeitet in jedem Semester eine Liste mit jenen Lehrveranstaltungen an der WU, die einen Nachhaltigkeitsbezug aufweisen und stellt diese den Studierenden zur Verfügung.

Forschung: Wissenschaftler_innen können sich dem Kompetenzzentrum zuordnen, um bei Nachhaltigkeitsaktivitäten in Lehre und Forschung unterstützt zu werden. Die Zuordnung zum Kompetenzzentrum drückt das Bekenntnis zur Nachhaltigkeit in Lehre und Forschung aus. Die zugeordneten Wissenschaftler_innen forschen u.a. in Feldern wie Unternehmensverantwortung, ökologische Makroökonomik, Governance, Innovationsforschung und Logistik. Derzeit haben sich 24 Personen dem Kompetenzzentrum zugeordnet (Stand Juli 2016).

Wissensaustausch: Das Kompetenzzentrum möchte Brücken zwischen Theorie, Forschung und Öffentlichkeit bauen. Daher organisiert das Kompetenzzentrum nachhaltigkeitsbezogene Veranstaltungen, wie die Reihen „Nachhaltigkeits- Kontroversen“ und „Tiefenbohrungen“.

Hochschulmanagement: Das Kompetenzzentrum koordiniert den Nachhaltigkeitsprozess der WU. Im Bereich Hochschulmanagement arbeitet es eng mit dem Campusmanagement und anderen Stellen der WU zusammen.

Die vom Kompetenzzentrum erstellte Nachhaltigkeitslandkarte der WU zeigt, welche wichtige Rolle das Leitbild der Nachhaltigkeit schon heute an der WU einnimmt [1]. Im Rahmen dieses Wissensaustauschs finden zahlreiche Veranstaltungen statt, die das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit organisiert oder bei denen es Mitveranstalter ist. Bisher haben an diesen Veranstaltungen über 6.400 Menschen teilgenommen (Stand Juli 2016).

Die WU hat sich als Ort des Diskurses zu Nachhaltigkeitsfragen etabliert. Der Campus ist heute eine sehr gute Adresse für Menschen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und öffentlicher Verwaltung und für Bürger_innen, die sich an kontroversen Diskussionen beteiligen wollen, die in die Tiefe gehen. Das Kompetenzzentrum hat sich als Anlaufstelle für Nachhaltigkeitsfragen von Mitarbeitenden und Studierenden, aber auch von externen Stakeholdern, etabliert.
Im Oktober 2015 erschien das Buch „Rethink Economy. Perspektivenvielfalt in der Nachhaltigkeitsforschung – Beispiele aus der Wirtschaftsuniversität Wien“, das im oekom Verlag erschienen ist und Einblicke in den aktuellen Stand der Nachhaltigkeitsforschung bietet.

Ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung war der Entschluss, im Sommer 2013 das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit einzurichten. Ein Highlight war der Umzug der WU auf den neuen Campus im Herbst 2013, bei dessen Planung von Anfang an Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt wurden. Die neue Infrastruktur steht auch für eine Öffnung der Universität in Richtung Gesellschaft. Eine Herausforderung, die jede wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit betrifft, ist das Verhältnis von gesellschaftlicher Verantwortung und der Freiheit von Forschung und Lehre. Für das Kompetenzzentrum ist diese Freiheit ein zentraler Wert – auch und gerade, wenn es um Nachhaltigkeitsforschung geht.

Das Kompetenzzentrum für nachhaltige Entwicklung hat sich als Anlaufstelle für Nachhaltigkeitsfragen etabliert. Einerseits zeigt sich dies beispielsweise darin, dass sich mittlerweile 24 Wissenschaftler_innen dem Kompetenzzentrum zugeordnet haben und andererseits auch im intensiven Austausch mit Mitarbeitenden und Studierenden, mit denen unter anderem gemeinsam Workshops oder Veranstaltungen organisiert wurden oder als Expert_innen – seien es lehrende oder studierende Personen – auf Podien vertreten waren. Bisher haben an diesen Veranstaltungen über 6.000 Menschen teilgenommen.

Kernprinzipien

  • Gesamtinstitutioneller Ansatz: alle Bereiche sowie Akteur_innen der Universität werden in den Blick genommen
  • Transparenz und Partizipation

weiterführende Informationen
Kontakt

Institution: Wirtschaftsuniversität Wien (WU)
Bereich: Governance
Initiator_innen: Forschende und das Rektorat der WU
Ansprechpartner_innen: Dr. Fred Luks
+43 (0)1 3 13 36 48 01
fred.luks[at]wu.ac.at
Alexandra Boden, MA ww
+43 (0)1 3 13 36 56 84
alexandra.boden[at]wu.ac.at
nachhaltigkeitskompetenzzentrum[at]wu.ac.at
www.wu.ac.at/sustainabilitycenter

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