Konzeptentwicklung

Komponenten eines Konzeptpapiers

Vielfältige Beispiele des studentischen Wirkens für nachhaltige Hochschule zeigen, dass diese besonders wirkungsvoll und erfolgreich waren, wenn sie ihre Ideen dokumentiert in einem Konzeptpapier verschriftlich haben. So entsteht Klarheit sowohl nach innen, als auch nach außen. Dieser Abschnitt legt da, welche Komponenten ein Konzeptpapier enthalten kann und welche Methode bei der Ausgestaltung helfen. Die Präsentation Überblick Konzeptentwicklung (Inhalte und Methoden) beschreibt die einzelnen Schritte inhaltlich und methodisch. Im Folgenden findet Ihr die komplexen Methoden mit einer längeren Beschreibung. Auch findet ihr diese im Dokument Methodenübersicht (ab Seite 67). 

Titel: Dynamic Facilitation
Abstract: Eine Methode, um Probleme zu lösen, für die die Gruppe keinen offensichtlichen Lösungsweg sieht. Häufig sind die Probleme emotional behaftet und die Problemdefinition und die Lösungsmöglichkeiten lösen starke Gefühle bei den Gruppenmitgliedern aus. Die Methode eignet sich idealerweise für Gruppen zwischen 8 und 20 Personen und kann von ca. 2h bis einem Tag dauern.

Titel: Einfluss-Interesse Matrix (Stakeholder-Analysis
Abstract: Die Methode hilft bei der Herausstellung von möglichen Stellschrauben: Wo/Bei welchem Stakeholder muss angesetzt werden, um einen möglichst großen Einfluss auf den Prozess zu erlangen. Die Matrix-Achsen können verschiedene Kategorien beinhalten: Einfluss – Interesse, Wichtig – Witzig, etc.

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Titel: Problembaum
Abstract: Der Problembaum ist nicht der kleine Bruder vom Problembär Bruno, vielmehr hilft die Methode bei einer tiefen Problemanalyse die komplette Breite und Tiefe des Problems aufzuzeigen. Das positive Gegenstück des Problembaums ist der Lösungsbaum. Hier wird das Problem in sein positives Gegenteil verkehrt; ebenso alle seine Problemelemente. Hieraus entstehen neue, bisher nicht bedachte, Lösungsansätze.

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Titel: Systemnische Aufstellung
Abstract: Die Methode analysiert das Zusammenspiel und Wechselwirkungen von/zwischen Akteur_innen innerhalb eines bestimmten Systems. Auf diese Weise können bestimmte Probleme, Akteurskonstellationen oder Projekte durchdrungen und verstanden werden.

Titel: Zielblume / Zielsonne
Abstract: Die Methode ermöglicht allen Beteiligten, ihre drei wichtigsten persönlichen Ziele innerhalb des Projekts/Problems – die mit der Gruppe erreicht werden möchten – zu formulieren und kommunizieren. Aus den individuellen Anliegen wird in einem Gruppenprozess anschließend ein gemeinsames Ziel formuliert.

Titel: Zukunftswerkstatt
Abstract: Zukunftswerkstätten sind eine sehr gute Möglichkeit, kreative neue Ansätze hinsichtlich bestehender Probleme gemeinsam zu entwickeln. Die Methode braucht etwas mehr Zeit: Zwischen 1 und 3 Tagen, wobei auch nach einem Tag gute neue Ideen entstehen können. Die Arbeit in Zukunftswerkstätten teilt sich in drei Schritte: Kritikphase, Utopiephase und Realisierungsphase.

Titel: SMART Kriterien zur Bestimmung von Zielen
Abstract: Die SMART Kriterien helfen bei der Bestimmung der Ziele von Maßnahmen. Auf diese Weise lässt sich eine hohe Qualität der formulierten Vorhaben erreichen und ermöglicht zusätzliche eine strukturierte/geleitete Evaluation der Ergebnisse. Das Akronym SMART steht für Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminierbar.

Die Mediathek ist Teil des Projektes „Zukunftsfähige Hochschulen gestalten“, mit welchem wir studentisches Engagement für Hochschulen in nachhaltiger Entwicklung umfangreich unterstützen und fördern können. Nach einem ersten, erfolgreichen Pilotjahr geht es nun weiter – mit einem weiterentwickelten, noch besseren Konzept, viele Erfahrungen und einer intensiveren Betreuung der teilnehmenden Gruppen. Durchgeführt wird dieses Projekt vom netzwerk n e.V., und koordiniert von Verena Salomon, Johannes Geibel, Jana Holz und Lisa Weinhold. Finanziell gefördert wird dieses Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).