perspektive n

Die Diskussionsreihe zur Zukunftsfähigkeit von Hochschulen in ganz Deutschland

perspektive n in Witten, 7. Juni 2017 | © Michael Kotowski

2016 erblickte die Debattenreihe perspektive n das Licht der Welt. Die Reihe soll Impulse für nachhaltige Entwicklung an Hochschulen setzen und die hochschulischen Akteure statusgruppenübergreifend ins Gespräch bringen. Das Format öffnet einen Raum, um den aktuellen Stand an der jeweiligen Hochschule aufzugreifen, Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen und die Engagierten und Entscheider_innen zum gemeinsamen Handeln zu motivieren. Ziel ist es, perspektive n an möglichst vielen Hochschulen in Deutschland mit unterschiedlichen Kooperationspartnern auszurichten.

… und bald auch an Deiner Hochschule?

Ablauf und Methoden

perspektive n ist eine Diskussionsreihe im Fishbowl-Format mit interaktiven Elementen und Modellbeispielen über die Zukunftsfähigkeit von Hochschulen in Lehre, Forschung, Betrieb und Governance. Was geht und was fehlt?

Insgesamt soll die Barriere zwischen „Podium“ und „Publikum“ aufgebrochen werden, weshalb sich eine lose und bunte Anordnung der Stühle im Raum und ggf. die Anordnung in kleinen Stuhlgruppen mit kniehohen Beistelltischen um die Fishbowl (siehe Methode Einbindung aller Anwesenden) empfiehlt. Die Diskussion beginnt mit einer kurzen Verständigung darüber, welche Inhalte und welche mögliche Vision sich hinter nachhaltiger Entwicklung an Hochschulen verbergen können. Das weitere Format ist im Fishbowl angelegt, das heißt in der Mitte des Raums sitzen die eingeladenen Diskutant_innen, jedoch stehen zudem zusätzliche Stühle bereit, auf die sich jederzeit Gäste aus dem „Publikum“ setzen können, um eigene Gedanken und Fragen in das Gespräch einzubringen. Die dort Sitzenden können jederzeit von anderen Personen wieder abgelöst werden. Kurze Videozusammenschnitte von modellhaften Projekten an Hochschulen ergänzen je nach sich entwickelndem Themenfokus die Diskussion.

Je nach Situation und Absprache können weitere Methoden die Diskussion ergänzen:

Um das „Publikum“ stärker in die Diskussion einzubeziehen, können ein- bis zweimal während der Veranstaltung Fragen an das „Publikum“ gegeben werden. Innerhalb von 10 Minuten tauschen sich die Anwesenden in Kleingruppen aus und können anschließend Kernpunkte in die Diskussion einspeisen. Wenn der Kleingruppenaustausch gewünscht ist, sollte die Bestuhlung des Raums entsprechend angepasst werden, so dass mehrere kleine Stuhlgruppen sich kreisförmig mit z.B. kniehohen Beistelltischen um die Fishbowl anordnen.

Um alle Anwesenden in die Veranstaltung einzubeziehen, können je nach Situation Meinungs- oder Wissensfragen im Multiple-Choice-Verfahren gestellt werden. Die Antworten fließen unmittelbar in die Diskussion ein. Smartphone-Abstimmungen sind unkompliziert über kostenfreie Tools wie Mentimeter möglich, gewähren die Anonymität und eignen sich für Meinungs- und Haltungsfragen (Welches Nachhaltigkeitsverständnis vertreten Sie/vertretet Ihr? Wie schätzen Sie/schätzt Ihr den Stand der nachhaltigen Entwicklung an Ihrer/Eurer Hochschule ein?). Gegebenenfalls kann das Medienzentrum der Hochschule Abstimmungsgeräte zur Verfügung stellen, so dass auf die Smartphone-Nutzung verzichtet werden kann. Eine weitere Abstimmungsmöglichkeit sind Farbkarten, die zu Beginn der Veranstaltung auf allen Stühlen ausliegen. Hier können Antworten auf weniger sensible Meinungs-, Haltungs-, Schätz- oder Wissensfragen (z.B.: Befürworten Sie/befürwortet Ihr die Einführung eines Nachhaltigkeitsbüro? An wie vielen Hochschulen gibt es bereits ein Nachhaltigkeitsbüro, eine allgemeine Schlüsselqualifikation im Bereich Nachhaltigkeit etc.?) technikfrei in die Diskussion eingespeist werden.

Lösungen für Herausforderungen und Handlungsoptionen werden teilweise erst ersichtlich, wenn Probleme aus der umgekehrten Perspektive betrachtet werden. Inspirierend kann es daher sein, die Problemstellung ins Gegenteil zu verkehren (z.B.: Wie kann sich die Hochschule möglichst unnachhaltig aufstellen? Wie können Studierende in ihrem Engagement demotiviert werden?)

Jede Statusgruppen an einer Hochschule handelt aus einer eingeübten Wahrnehmung und Denkweise heraus. Wenn sich zum Beispiel der/die Präsident/in für eine Frage in die Rolle eines/einer Student/in der lokalen Nachhaltigkeitsinitiative hineinversetzt und die Antwort aus dieser Perspektive formuliert, entstehen häufig neue Eindrücke, wie mit Themen umzugehen ist und welches Vorgehen in Prozessen erfolgsversprechend sein kann. Diese Methode eignet sich insbesondere für eine einleitende oder abschließende Runde auf dem „Podium“.

Falls sich Diskutant_innen auf Daten der Hochschule beziehen, bei denen unter den Anwesenden Unsicherheit über den Wahrheitsgehalt besteht, können 1 bis 2 Personen entweder noch während der Veranstaltung die Fakten recherchieren und/oder im Nachgang der Veranstaltung auf der Webseite des netzwerk n, der organisierenden Hochschulgruppe und/oder der Hochschule veröffentlichen.

Je nach Publikumsgröße ist denkbar, dass Anwesende Fragen auf Zetteln notieren, die von einer Person sortiert und gebündelt in die Diskussion eingespeist werden und auf die die Diskutant_innen knapp innerhalb 1 Minute antworten. Der Vorteil liegt darin, dass lange Redebeiträge ohne Frage(n) seitens des „Publikums“ vermieden und besonders häufige Fragen prioritär ans „Podium“ weitergegeben werden können.

Nach der Veranstaltung sollte unbedingt ein Umtrunk stattfinden, damit sich die verschiedenen Engagierten, Interessierten und Anwesenden weiter kennenlernen, vernetzen und die nächsten Schritte absprechen können.

perspektive n in Witten, 7. Juni 2017 | © Michael Kotowski

perspektive n in Stuttgart, 10. Mai 2017 | © Julia Lier

perspektive n an der Universität Halle, 28. Juni 2017

perspektive n an TU Berlin, 30. Mai 2017

An wen richtet sich die perspektive n?

Häufig bilden Studierende und Studierendeninitiativen den Anfangspunkt. Sie schieben Veränderungen an und rücken die Reflexion über bestehende Strukturen ins Bewusstsein. Aber auch darüber hinaus finden sich in allen Statusgruppen Fürsprecher und Vorbilder für eine zukunftsfähige Entwicklung ihrer Einrichtung. Die Diskussionsreihe perspektive n – Hochschule weiter denken möchte all diese Personen zusammenführen und dazu anregen, über das Bestehende und das künftig Erwünschte an ihrer Hochschule zu diskutieren. Folgende Fragen stehen unter anderem im Mittelpunkt:

  • Warum soll sich die Hochschule verändern? Welche Vorteile bringt das?
  • Wie bedeutsam ist nachhaltige Entwicklung für die Hochschule?
  • Welche Ansätze bestehen bereits heute an der Hochschule in den vier Tätigkeitsfeldern?
  • Wie gestaltet sich der Austausch zwischen allen Statusgruppen?
  • Inwiefern bestehen Möglichkeiten, modellhafte Ansätze anderer Hochschulen zu übertragen?
  • Welche Strukturen können geschaffen werden?
  • Welche nächsten Schritte gilt es zu unternehmen?

Für diesen umfassenden institutionellen Lern- und Transformationsprozesse sind Studierende und studentische Initiativen von großer Bedeutung, da sie Veränderungen an ihrer Hochschule einfordern und unterstützen. Studien zeigen, dass gerade unter Studierenden ein überdurchschnittlich hohes Nachhaltigkeitsbewusstsein und ein starker Wille zur Veränderung vorhanden sind. Eine überwältigende Mehrheit der Studierenden in Großbritannien (90 % in 2015) erachtet es beispielsweise essentiell, dass Hochschulen selbst als Institution nachhaltig wirtschaften und zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.

Termine und Berichte

Klickt auf die Veranstaltungsorte, um zu den Berichten zu gelangen.

Was passierte nach der perspektive n?

Diskussionen bieten Impulse, aber welche Impulse im Nachgang der perspektive n aufgegriffen werden, hängt vom Engagement aller Statusgruppen, der grundlegenden Offenheit für und der Neugier auf Transformationsprozesse sowie der Bereitstellung von Ressourcen ab.

Wir erkundigen uns nach einiger Zeit, in welche Aktivitäten die Motivation und Begeisterung mündete und welche Erfolge und Entwicklungen die jeweiligen Hochschulinitiativen nach der Veranstaltung feiern konnten.

Kontakt

Wäre diese Reihe auch etwas für eure Hochschule? Wenn ja, dann meldet euch bei Michael. Wir stellen eine allgemeine und stetig aktualisierte Organisationsliste bereit und unterstützen die Organisation. Um den Aufwand weiter zu reduzieren, sind alle Dokumente der bisherigen Veranstaltungen in einem für alle Organisator_innen zugänglichen Projekt („n | perspektive n“) auf der plattform n abgelegt.

Mail: Michael Flohr

Telefon: +49 1577 536 22 85

Adresse:
netzwerk n e.V., c/o Thinkfarm,
Moosdorfstraße 7-9
12439 Berlin

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Die Veranstaltungsreihe perspektive n ist Teil des Projektes „Zukunftsfähige Hochschulen gestalten“.