Governance

Strukturen & Koordination

An vielen Hochschulen ist das Thema Nachhaltigkeit stark mit besonders engagierten Personen verknüpft. Für die ersten Veränderungen ist dies gewiss wünschenswert, doch wenn Nachhaltigkeit in der Breite der Hochschule verankert werden soll, braucht es mehr als einzelne Change Agents. Dann braucht es Strukturen, die Verantwortlichkeiten zuweisen und Ressourcen wie Zeit und Geld bereitstellen.

Genau das tun die auf den folgenden Seiten vorgestellten Beispiele des Gelingens. Das von Studierenden geführte Green Office (Maastricht University) initiiert und begleitet, unter Einbindung von Universitätsmitarbeiter_innen, Nachhaltigkeitsprojekte in allen Handlungsfeldern der Hochschule und verfügt dabei über ein eigenes Budget. Das Nachhaltigkeitsreferat des AStA der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin ist eine Struktur mit ähnlichen Eigenschaften; es fungiert als Plattform für Vernetzung und Dokumentation studentischer Projekte und initiiert auch eigene Projekte. Die offene Dialog- und Aktionsplattform SustainIT! der Freien Universität Berlin vernetzt verschiedene Nachhaltigkeitsprojekte und -akteure innerhalb Hochschule und Zivilgesellschaft. Mit einem transdisziplinären Ansatz organisiert sie offene Ringvorlesungen, Seminare und Aktionstage und leistet zudem für die Hochschule nationale und internationale Gremienarbeit.

Das beratende Gremium des Rektorats der Universität Tübingen, der Beirat für nachhaltige Entwicklung, setzt sich aus aktiven Vertreter_innen aller universitären Gruppen sowie aus außeruniversitären Akteuren zusammen; sein Entstehen ist auf eine studentische Initiative zurückzuführen. Eine ähnliche Stoßrichtung verfolgt der Runde Tisch zur nachhaltigen Entwicklung an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. In themen- oder projektgebundenen Arbeitsgruppen werden von Studierenden, Mitarbeiter_innen, Lehrenden und Vertreter_innen von Kooperationspartner_innen konkrete Maßnahmen und Projektideen zur nachhaltigen Entwicklung geplant und umgesetzt.

Die nächsten drei Beispiele guter Praxis beschreiben Strukturen auf der Arbeitsebene. Die Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie der Freien Universität Berlin ist Anlaufstelle für sämtliche nachhaltigkeitsbezogene Aktivitäten in Forschung, Lehre und dem Betriebsablauf der Hochschule. Sie ist dabei direkt dem Präsidium unterstellt. Mit der Gründung des Instituts für Nachhaltigkeit in Technik und Wirtschaft der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden sollen Nachhaltigkeitskonzepte hochschulweit in alle Handlungsfelder integriert werden. Mit fest zugeteilten Mitteln ist das Institut direkt der Hochschulleitung unterstellt, verleiht u.a. jährlich den Preis für Ethik und Nachhaltigkeit für studentische Projekte sowie Abschlussarbeiten und vergibt das hochschuleigene Zertifikat „Ethik und Nachhaltigkeitsmanagement“. Mit dem Kompetenzzentrum für nachhaltige Entwicklung verankert die Wirtschaftsuniversität Wien ihr Nachhaltigkeitsleitbild in Lehre, Forschung, Wissensaustausch und Hochschulmanagement. Als Serviceeinrichtung für alle Hochschulakteure soll so die Vernetzung von Nachhaltigkeitsbestrebungen an der eigenen Hochschule sichtbar gemacht und gefördert werden.

Stöbere jetzt in den Beispielen der Governance

AStA Nachhaltigkeitsreferat
AStA Nachhaltigkeitsreferat
Green Office Maastricht
Green Office Maastricht
SUSTAIN IT! Initiative für Nachhaltigkeit + Klimaschutz
SUSTAIN IT! Initiative für Nachhaltigkeit + Klimaschutz
Der Beirat für nachhaltige Entwicklung
Der Beirat für nachhaltige Entwicklung
Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung
Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung
Stabsstelle Nachhaltigkeit & Energie
Stabsstelle Nachhaltigkeit & Energie
Institut für Nachhaltigkeit in Technik und Wirtschaft
Institut für Nachhaltigkeit in Technik und Wirtschaft
Kompetenzzentrum für nachhaltige Entwicklung
Kompetenzzentrum für nachhaltige Entwicklung

Die Best-Practice-Sammlung ist Teil des Projektes „Zukunftsfähige Hochschulen gestalten“, mit welchem wir studentisches Engagement für Hochschulen in nachhaltiger Entwicklung umfangreich unterstützen und fördern können. Nach einem ersten, erfolgreichen Pilotjahr geht es nun weiter – mit einem weiterentwickelten, noch besseren Konzept, viele Erfahrungen und einer intensiveren Betreuung der teilnehmenden Gruppen. Durchgeführt wird dieses Projekt vom netzwerk n e.V., und koordiniert von Verena Salomon, Johannes Geibel, Jana Holz und Lisa Weinhold. Finanziell gefördert wird dieses Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).