© Ökosoziale Hochschultage

netzwerk n beim Jahrestreffen der Ökosozialen Hochschultage

Von der globalen Perspektive einer nachhaltigen Entwicklung bis zum konkreten studentischen Engagement an Hochschulen

Am 1. Juli vertrat Michael unser netzwerk n bei der jährlichen Zusammenkunft des Projektteams und der Initiator_innen der Ökosozialen Hochschultage mit interessierten und engagierten Student_innen. Die Ökosozialen Hochschultage sind ein mehrtägiges Format an Hochschulen, die teilweise von studentischen Hochschulgruppen organisiert werden und es sich zum Ziel gesetzt haben, in Vorträgen und Workshops die Fragen und Herausforderungen des sozial-ökologischen Wandels aus globaler Perspektive zu diskutieren. Die Hochschultage werden von einem Projektteam eines bunten Bündnisses, das über 3 Standorte verteilt ist, betreut: in Hamburg von der Global Marshall Plan Foundation und dem Club of Rome, in Ulm vom Forschungsinstitut für anwendungsbezogene Wissensverarbeitung/n (FAW/n) und dem Doktoranden-Netzwerk nachhaltiges Wirtschaften e.V. und in München vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS).

Das diesjährige Treffen fand vom 30. Juni bis 2. Juli im neu renovierten Tagungshaus der Evangelischen Akademie im Zentrum Frankfurts statt. Ein kleines, aber feines Grüppchen, bestehend aus ungefähr 20 Personen, diskutierte sowohl inhaltlich über die gegenwärtigen Krisen moderner westlicher Gesellschaften und die globale Perspektive einer nachhaltigen Entwicklung als auch organisatorisch über den Stand der Ökosozialen Hochschultage, die es im siebten Jahr ihres Bestehens auf eine beachtliche Zahl von 138 gebracht haben – vorwiegend in Deutschland, aber auch in Österreich und in der Schweiz und sogar jeweils einmal in London und Thessaloniki. Zudem gab es für die Netzwerke sneep – mit denen wir gerade ein netzwerkübergreifendes Positionspapier erstellen -, Ökosoziales Studierendenforum (Österreich) – uns gut bekannt durch ihr Masterarbeitenportal – und netzwerk n die Gelegenheit, ihre Formate und Aktivitäten ausführlich vorzustellen.

Was haben wir vom netzwerk n mitgenommen? Viele wertvolle Gespräche und inspirierende Kontakte haben sich über den Tag ergeben. Unser Format der perspektive n und unsere plattform n sind bei einigen Teilnehmer_innen auf großes Interesse gestoßen. Eine gegenseitig ergänzende Kooperation zwischen netzwerk n und Hochschultagen wurde fester gezurrt. Insbesondere die Integretation der perspektive n in die Hochschultage könnte für viele Hochschulgruppen spannend sein, da so neben der globalen Perspektive der konkrete Stand der nachhaltigen Entwicklung an der jeweiligen Hochschule in den Blick gerät. Ebenso bietet sich das Projektmanagement und die Vernetzung über unsere Plattform an. Natürlich könnten die studentischen Hochschulgruppen auch vom Wandercoaching-Programm profitieren. Zugleich wurde deutlich, dass es inhaltlich über den Pfad zu einer nachhaltigen Entwicklung teils große Schnittmengen, teils erhebliche Differenzen (Stichwörter: Green Economy vs. Degrowth) zwischen Hochschultagen und netzwerk n gibt und sich Arbeitsweise und „Organisationskultur“ unterscheiden – dennoch könnten und sollten auch gerade diese gegensätzlichen Ansätze die Diskussion darüber bereichern, wie denn das Ziel einer sozial-ökologischen Transformation zu erreichen ist.

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